Newsletter Februar 2013 – Datenschutz ist in etwa so aufregend wie eine trockene Reiswaffel…

Neuigkeiten vom 06.02.2013

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde von SAFE-ADDRESS,

„Das Thema Datenschutz ist in etwa so aufregend wie eine trockene Reiswaffel, die man sich auf der Zunge zergehen lässt“ – so eröffnete Ende Januar Moderatorin Marlis Schaum von DRadio Wissen den Digitalen Salon „Neue Fragen zum Datenschutz“. Die Provokation funktionierte und der Abend zeigte eindrucksvoll das Gegenteil.

Wer beim Datenschutz genau hinschaut, erkennt sehr schnell, welche Kraft in diesem Thema steckt: Der EU-Vorschlag zur Vereinheitlichung des Datenschutzes in Europa und Stärkung von Verbraucherrechten hat zu einer neuen Qualität der Lobbyarbeit in Brüssel und den EU-Staaten geführt.

Die Wirtschaft macht mit bisher enormer Schlagkraft Stimmung für eine Aufweichung. Die Vertreter der Zivilgesellschaft versuchen dem etwas entgegenzusetzen und drängen darauf, die Chance zu ergreifen, nutzerfreundliche Standards für Datenschutz und Selbstbestimmung im Zeitalter von Internet und Big Data zu etablieren. Der Konflikt birgt auf jeden Fall mehr Kraft als eine trockene Reiswaffel. Bleibt zu hoffen, dass Bürger- und Verbraucherinteressen nicht unter die Räder der Wirtschaftslobby kommen.

Welche Auswüchse eine Verschlechterung des Datenschutzes fördern würde, zeigen zwei emotionale Themen, die wir in unserem Blog aufgegriffen haben: Der Datenhandel mit den Adresslisten von armen Menschen sowie die ersten beiden von insgesamt drei Beiträge zum Thema Schwangere, Säuglinge und Kinder im Fokus von Datenhändlern gehen unter die Haut.

Wir freuen uns auch, dass einer unserer Artikel in die Blogparade „Privatsphäre: Fluch oder Segen?“ der Ausstellung „PRIVAT“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt aufgenommen worden ist.

Noch eine wichtige Information in eigener Sache: Zum Monatsende haben wir unsere vollständig überarbeitete Plattform www.safeaddress.de freigeschaltet. Aktuell arbeiten wir noch am Feintuning. In der kommenden Woche informieren wir Sie gesondert über die Funktionalitäten und Neuerungen.

Nun wünschen wir Ihnen eine spannende Lektüre und freuen uns über Rückmeldungen.

Herzlichst,

Ihr SAFE-ADDRESS-Team

Kinder im Focus von Datenhändlern (II/3)

50 Prozent aller Neugeborenen sind bereits zu ihrer Geburt in Datenbanken erfasst und begehrte Objekte im Datenhandel. Was für die einen schon zu viel ist, ist für die anderen zu wenig. Datenhändler und Direktmarketer setzen viel daran, auch die noch fehlenden 50 Prozent zu bekommen sowie die Daten aktuell zu halten und mit weiteren Informationen anzureichern.… weiterlesen…

Schirn Kunsthalle Frankfurt “PRIVAT”

Aktuell neigt sich eine Ausstellung in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt zum Thema “PRIVAT” dem Ende entgegen. “Anhand zahlreicher zeitgenössischer Positionen geht die SCHIRN dem Thema der schwindenden Privatsphäre und dieser „Öffentlichkeit des Intimen“ nach. Durch das Fenster eines Hinterhofs … weiterlesen…

Post Privacy – SIND wir bereits gläserne Menschen?

Ich möchte auf einen Blogeintrag “Post Privacy – werden wir zum gläsernen Menschen?” von Katharina Kokoska auf Ihrem Blog http://www.frisch-gebloggt.de/ hinweisen. Sie beschreibt ihre internetbezogene Sichtweise zu den Stichworten : Datenkraken, Post Privacy – lasst endlich Eure Masken fallen! …weiterlesen…

Schwangere und Säuglinge im Focus von Datenhändlern (I/3)

Ein neuer Erdenbürger kündigt sich an! Was für eine schöne Nachricht für Eltern, Familie und Freunde – und für die Wirtschaft. Allein der Markt für Baby- und Kinderausstattung beläuft sich jährlich auf 6,3 Mrd Euro. Und je früher die Markenbildung bei Kindern und Eltern einsetzt, desto größer ist das Potenzial für die Unternehmen. Anlass genug für Datenhändler, bereits Schwangere ins Visier zu nehmen sowie die Neugeborenen und Kinder nicht mehr aus den Augen zu lassen …weiterlesen…

Armut als Geschäftsmodell: Datenhandel mit den Adresslisten der Armen

Das Wissen darüber, welche Verbraucher arm sind und welche nicht, ist für Unternehmen Gold wert: Sie können ihr Risiko von Zahlungsausfällen minimieren oder armen Verbrauchern gezielt Billigware anbieten und so bessere Geschäfte machen. Bestellen können Unternehmen das Wissen über geringe Einkünfte bei Datenhändlern, die umfangreiche Datenbanken mit Adressen von Armen im Angebot haben. Die Eingruppierung von Menschen in die entsprechenden Adressverzeichnisse über Armen bringt für die Betroffenen in der Regel empfindliche Einschränkungen mit sich …weiterlesen…

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