Falsches Dementi der Bahn zur Kommerzialisierung von Kundendaten

Die Deutsche Bahn widerspricht in einer Pressemitteilung der Berichterstattung von Spiegel Online, derzufolge sie die Kommerzialisierung von Kundendaten plane. Bei der Bahn heißt es unter anderem:
„Die Deutsche Bahn weist die Berichterstattung von Spiegel Online vom Sonntag entschieden zurück, wonach es Pläne zur Weitergabe von Kundendaten an Dritte gäbe. Die Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage. Die DB gibt bislang keinerlei Kundendaten zu Marketingzwecken an Dritte weiter und plant dies auch künftig nicht. Das Kundenbindungsprogramm bahn.bonus entspricht in jeglicher Hinsicht dem Bundesdatenschutzgesetz …“
Doch das Dementi geht an der Berichterstattung von Spiegel Online vorbei. Da hätte die Pressestelle der Bahn den Artikel genauer lesen sollen. Die Redaktion behauptet in ihrem Artikel nicht, dass die Deutsche Bahn die Daten weitergibt, sondern dass sie die Kundendaten für personalisierte Werbung nutzen will. Diese Vorgehensweise bestätigt die Bahn in ihrem seltsamen Dementi. Wenn sie die Kundendaten beispielsweise auf der eigenen Webseite zur Personalisierung von Werbung nutzt, braucht sie die Kundendaten nicht weiterzugeben – kann aber trotzdem mit höheren Werbeerlösen rechnen.
Dass dies in jeglicher Hinsicht dem Bundesdatenschutzgesetz entspricht, ist zunächst eine Behauptung. Laut Spiegel Online prüft der zuständige Landesdatenschutzbeauftragte erst noch, ob das auch korrekt ist.
Bahn-Kunden auf jeden Fall sehr einfach für Klarheit sorgen: Auf SAFE-ADDRESS können sie mit wenigen Klicks der Deutschen Bahn unter anderem verbieten, die Daten für Werbung zu nutzen.

siehe auch: netzpolitik.org Schnelles Dementi der Bahn zum Datenhandel

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Bahn fährt auf Kundendaten ab

Die Deutsche Bahn will Profit aus den Daten von Bahncard-Kunden schlagen: Einer Meldung von Spiegel Online zufolge will der Konzern in Staatsbesitz die Fahrtinformationen der Kunden vermarken, die als Bahncard-Inhaber auch das Bahn-Bonus-Programm nutzen. Die Deutsche Bahn will demnach die Daten zu personalisierter Werbung von Geschäftspartnern wie Banken, Versicherungen und Fast-Food-Ketten nutzen, was in der Regel zu höheren Werbeeinnahmen führt. Nötig hat die Bahn das Geld nicht. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Bahn im vergangenen Jahr mit 2,7 Milliarden Euro rund 400 Millionen Euro mehr verdient hat als im Vorjahr.
Auf Spiegel Online kritisiert der für die Bahn zuständige Landesdatenschutzbeauftragte von Berlin, Alexander Dix, den Konzern: „Hier scheint die Bahn ihre Interessen über die schutzwürdigen Interessen ihrer Kunden zu stellen.“ Das Interesse der Bahn an der Gewinnmaximierung scheint jedenfalls schwerer zu wiegen als der Datenschutz für die eigenen Kunden.



Auf SAFE-ADDRESS können Bahncard-Kunden Grube einen Strich durch die Rechnung machen: Mit wenigen Klicks können sie hier der Deutschen Bahn unter anderem verbieten, die Daten für Werbung zu nutzen.

Siehe auch: gulli news

Verkauf von Kundendaten? – bahn.bonus in der Kritik

Pressemitteilung der Bahn

Schnelles Dementi der Bahn zum Datenhandel

Falsches Dementi der Bahn zur Kommerzialisierung von Kundendaten