Der gläserne Autofahrer: Fahrdaten für günstigere Versicherung

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Telefónica Deutschland will die Fahrdaten von Autos für Versicherungen verfügbar machen: Eine Telematik-Box im Auto soll aufzeichnen, wann ein Auto wie gefahren wird – am Tag oder in der Nacht, eher langsam und defensiv oder flott bis aggressiv, mit zügigem Beschleunigen oder starkem Bremsen oder gelassen und weitsichtig. Auch Geschwindigkeitsüberschreitungen soll das Gerät registrieren. Die gesammelten Daten sollen analysiert und als Punktestand an den Versicherer des Autos übertragen werden. Der Versicherer soll daran das Risikoverhalten des Fahrer einschätzen und damit den passenden Versicherungstarif berechnen.

Nach Angaben von Telefónica haben britische und amerikanische Versicherungsunternehmen festgestellt, dass mit einem derartigen Telematik-System der Schadenaufwand um 30 Prozent sinken kann. Im Idealfall könnte dieser Preisvorteil an den Versicherten weitergegeben werden.

Für die Versicherer wird damit ein Traum wahr: …weiterlesen…

Interessantes aus der Netzwelt: Legale Datensammlungen im Überblick – ist der Rest illegal?

Die Redaktion der Netzwelt hat sich die Mühe gemacht, die Anweisungen von Bundesdatenschutzbeauftragtem und Bundesnetzagentur für Telekommunikationsunternehmen durchzuarbeiten, wie lange sie welche Daten ihrer Kunden mit welchen Verträgen speichern dürfen. 

ebay will mehr Wert aus Kundendaten schöpfen

Eigentlich stehen Auktionen und Handel im Zentrum von ebays Tätigkeit. Doch jetzt scheint die weltgrößte Auktionsplattform der Versuchung zu erliegen, mehr Geld aus seiner gigantischen Sammlung von Kundendaten holen zu wollen. Auf der Programmatic I/O-Konferenz, einem Fachkongress für digitales Marketing in San Francisco, kündigte laut einem Bericht der AdWeek das Unternehmen an, Kundendaten stärker zu vermarkten. „Wir wollen unsere Möglichkeiten, Käufer zu erreichen, zugunsten anderer Verkäufer kommzerialisieren“, sagte Stephen Howard-Sarin, bei ebay Leiter des Bereichs Anzeigen und Werbung in Nordamerika. Diese Öffnung sei eine Neuheit für dieses Jahr.

Bislang nutzt ebay seine Kundendaten nur zur Personalisierung von Angeboten der Verkäufer auf der ebay-Plattform. Das würde sich nach der Ankündigung von Howard-Sarin ändern. Demnächst sollen auch Unternehmen auf der ebay-Webseite Werbeplätze kaufen, die selbst nicht über ebay verkaufen.

Für ebay könnte sich das rechnen: Ein Werbeplatz im passenden Umfeld kann ordentlich Kohle bringen, wie man am Beispiel von Google sehen kann. Das passende Umfeld kann aus der Kaufhistorie der ebay-Nutzer ermittelt werden, sodass beispielsweise ein Interessent oder Käufer eines Smartphones passende Telefontarife angeboten bekommt.

Ob der Kunde davon auch profitiert, wird sich zeigen. Nach Aussage von Howard-Sarin soll er zumindest nicht seine Anonymität gegenüber Werbetreibenden verlieren. Namen sollen nicht bekanntgegeben werden. Doch mit der Personalisierung gelingt den Werbenden der immer genauere Blick auf immer kleinere Kundenkreise.