DDV-Robinsonliste geht an die Deutsche Post Adress

SAFE ADDRESS Schloss RGBWer keine Werbung haben will, trägt sich seit vielen Jahren in die Robinsonliste ein. Und die übernimmt jetzt einer der größten Adresshändler Deutschlands, die Deutsche Post. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) hat die Betreuung seiner Robinsonliste an die Deutsche Post Adress abgegeben. Das Unternehmen gehört neben der Bertelsmann Unternehmensgruppe und dem Otto Konzern über sein Muttergesellschaft Deutsche Post AG zu den drei größten Adresshändlern in Deutschland.

Gerade erst im April hat die Deutsche Post Adress den Big Brother Award verliehen bekommen, den Firmen, Organisationen und Personen erhalten, „die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen“. Damit wird wohl der Bock zum Gärtner gemacht.

Die Deutsche Post Adress hat bekanntgegeben (warum eigentlich nicht der DDV?),  dass sie ab 01.12.2013 die DDV-Robinsonliste betreuen wird. Der „Auftrag im Interesse des Verbraucherschutzes“ umfasst das Datenhandling, die Bearbeitung von Neuaufnahmen, die monatliche Bereitstellung der zirka 850.000 Adressen für die Mitglieder des DDV und die Bearbeitung von Verbraucherfragen.

PS: Über die Plattform SAFE ADDRESS können Verbraucher bei diesen Unternehmen nachfragen, welche Daten über sie gespeichert sind, der Datennutzung widersprechen oder sie löschen lassen. Diese Möglichkeiten wird Verbrauchern durch das Bundesdatenschutzgesetz eingeräumt. Folgende Unternehmen gehören zum Umfeld der Deutschen Post Adress. Hier können Sie die ihre Datenschutzanfragen auslösen:

Deutsche Post Adress – inkl. Marke Adressresearch

ABIS

RISER

Deutsche Post Direkt

De-Mail ist die neue Schneckenpost

Hubertus Schott  / pixelio.de

Hubertus Schott / pixelio.de

De-Mail ist die neue Schneckenpost

Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander

Eigentlich soll die rechtssichere De-Mail Schwung ins Angebot digitaler Services bringen. Doch zwei Jahre nach Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes sieht die Wirklichkeit anders aus. Am kommenden Freitag, 7. Juni 2013, entscheidet der Bundesrat über die Nutzung von De-Mail bei Behörden.

Schon der Start von De-Mail verlief schleppend. Zwar konnten Bürger sich bereits ab Sommer 2010 für den rechtssicheren E-Mail-Dienst registrieren, doch das zugehörige Gesetz wurde erst knapp ein Jahr später, nämlich am 28. April 2011, fertig. Fast ein weiteres Jahr dauerte es, bis die ersten Dienstleister zertifiziert wurden: Auf der CeBIT Anfang März 2012 wurde Mentana Claimsoft und der Deutschen Telekom bestätigt, dass sie alle Anforderungen für De-Mail erfüllen und ein entsprechendes Angebot machen können. United Internet folgte als dritter Anbieter ein Jahr später. Ziel von De-Mail ist es, Informationen rechtssicher über das Internet austauschen zu können, für Bürger, Unternehmen und Behörden. Vor allem Unternehmen und Behörden versprechen sich von der De-Mail, einfacher, schneller und preiswerter Geschäfte per Internet in rechtlich sicherer Form abwickeln zu können.

Doch wie sieht die Wirklichkeit, wie die Akzeptanz von De-Mail gut zwei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes aus? …weiterlesen…

Zeig‘ der „Drosselkom“ die Rote Karte!

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Nicht nur protestieren, sondern handeln gegen das Zwei-Klassen-Netz der Telekom

Wenn die Telekom die Netzneutralität für unsere Internet-Zugänge aufhebt, dann verbieten wir ihr, unsere Daten für Werbung und Weitergabe zu nutzen.

Wer seinem Protest gegen die Pläne der Telekom Deutschland, die Netzneutralität bei seinem Internetzugang zu verletzen, Nachdruck verleihen will, kann das jetzt ganz einfach über eine Aktions-Webseite drosselkom.safeaddress.de der Datenschutzzentrale SAFE-ADDRESS tun: Mit wenigen Klicks kann er die Telekom Deutschland auffordern, ihn über die von der Telekom gespeicherten Daten zu informieren, und es dem Unternehmen verbieten, diese Daten für Werbung und Marktforschung zu nutzen. Das ist weit mehr als nur ein verbaler Protest – denn Kundendaten sind längt zu einem besonderen Wert in der Wirtschaft, insbesondere auch Telekommunikationsbranchen aufgestiegen.

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Echtes Netz ist mehr als nur #Drosselkom doof finden

Anders

So, ich sitze  im Zug auf dem Weg zur #drosselkom Mahnwache/Demo vor der Telekom-Aktionärversammlung in Köln. Zeit, mal ein paar Dinge klarzuziehen. René Obermann, schmieren sie sich ihre #Drosselkom-Phantasien in die Haare. Dies war ihr letzter Streich – ihre Uhr läuft ab, das Web wird ihnen nicht weiter anvertraut.

Merkel und managed services

Die aktuellen Pläne der Telekom werden die digitale Kluft in Deutschland vergrößern. Nach dem völligen Versagen der Telekom bei der Verfügbarkeit breitbandiger Internetzugänge in Deutschland während den letzten zehn Jahren mit den Standards führender Nationen mitzuhalten, wird nun aufgrund reiner Profitinteressen ein weiterer Keil in die Bevölkerung getrieben.

Die Anbieter der „dumb pipes“ wissen, dass sie im Sinne ihres eigenen privatwirtschaftlichen Überlebens sowohl am Geschäft der Inhalteanbieter verdienen als auch ihr Basisangebot künstlich re-verknappen müssen. Da die schlichte Abschaffung der etablierten datenmengen-unabhängigen Tarife (Flatrates) ziemlich schlecht aussehen würde, hilft sich die Telekom mit der Erfindung eines Propaganda-Begriffes: den „managed services“…

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++++ Eilmeldung++++Deutsche Post Adress bekommt Big Brother Award

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Foto: Thorsten Möller

Die Deutsche Post Adress hat heute den in Bielefeld den vom Verein digitalcourage verliehen Preis Big Brother Award für den Handel mit Verbraucherdaten, besonders Umzugsdaten, erhalten.

„Die BigBrotherAwards Deutschland wurden ins Leben gerufen, um die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und Datenschutz zu fördern – sie sollen missbräuchlichen Umgang mit Technik und Informationen zeigen.“ (Quelle: Webseite Big Broth Award)

Über die Plattform SAFE-ADDRESS können Sie anfragen, welche Daten das Unternehmen über Sie gespeichert hat und/ oder diese Daten löschen lassen.

Auf unserem Blog haben wir zu dem Thema bereits darüber geschrieben

Falsches Dementi der Bahn zur Kommerzialisierung von Kundendaten

Die Deutsche Bahn widerspricht in einer Pressemitteilung der Berichterstattung von Spiegel Online, derzufolge sie die Kommerzialisierung von Kundendaten plane. Bei der Bahn heißt es unter anderem:
„Die Deutsche Bahn weist die Berichterstattung von Spiegel Online vom Sonntag entschieden zurück, wonach es Pläne zur Weitergabe von Kundendaten an Dritte gäbe. Die Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage. Die DB gibt bislang keinerlei Kundendaten zu Marketingzwecken an Dritte weiter und plant dies auch künftig nicht. Das Kundenbindungsprogramm bahn.bonus entspricht in jeglicher Hinsicht dem Bundesdatenschutzgesetz …“
Doch das Dementi geht an der Berichterstattung von Spiegel Online vorbei. Da hätte die Pressestelle der Bahn den Artikel genauer lesen sollen. Die Redaktion behauptet in ihrem Artikel nicht, dass die Deutsche Bahn die Daten weitergibt, sondern dass sie die Kundendaten für personalisierte Werbung nutzen will. Diese Vorgehensweise bestätigt die Bahn in ihrem seltsamen Dementi. Wenn sie die Kundendaten beispielsweise auf der eigenen Webseite zur Personalisierung von Werbung nutzt, braucht sie die Kundendaten nicht weiterzugeben – kann aber trotzdem mit höheren Werbeerlösen rechnen.
Dass dies in jeglicher Hinsicht dem Bundesdatenschutzgesetz entspricht, ist zunächst eine Behauptung. Laut Spiegel Online prüft der zuständige Landesdatenschutzbeauftragte erst noch, ob das auch korrekt ist.
Bahn-Kunden auf jeden Fall sehr einfach für Klarheit sorgen: Auf SAFE-ADDRESS können sie mit wenigen Klicks der Deutschen Bahn unter anderem verbieten, die Daten für Werbung zu nutzen.

siehe auch: netzpolitik.org Schnelles Dementi der Bahn zum Datenhandel

Verkauf von Kundendaten? – bahn.bonus in der Kritik

Bahn dementiert Bericht über Datenhandel-Pläne

Deutsche Bahn und die Reiseprofile – Kein Verkauf aber Vermarktung! – Malte Spitz Blog

golem: VIELFAHRER Deutsche Bahn will Daten der Reisenden vermarkten

+++ AKTUELL ++++ Bitte nicht einsteigen – Widerspruch – Bahn will Reisedaten ihrer Kunden verkaufen

Bahn fährt auf Kundendaten ab

Die Deutsche Bahn will Profit aus den Daten von Bahncard-Kunden schlagen: Einer Meldung von Spiegel Online zufolge will der Konzern in Staatsbesitz die Fahrtinformationen der Kunden vermarken, die als Bahncard-Inhaber auch das Bahn-Bonus-Programm nutzen. Die Deutsche Bahn will demnach die Daten zu personalisierter Werbung von Geschäftspartnern wie Banken, Versicherungen und Fast-Food-Ketten nutzen, was in der Regel zu höheren Werbeeinnahmen führt. Nötig hat die Bahn das Geld nicht. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Bahn im vergangenen Jahr mit 2,7 Milliarden Euro rund 400 Millionen Euro mehr verdient hat als im Vorjahr.
Auf Spiegel Online kritisiert der für die Bahn zuständige Landesdatenschutzbeauftragte von Berlin, Alexander Dix, den Konzern: „Hier scheint die Bahn ihre Interessen über die schutzwürdigen Interessen ihrer Kunden zu stellen.“ Das Interesse der Bahn an der Gewinnmaximierung scheint jedenfalls schwerer zu wiegen als der Datenschutz für die eigenen Kunden.



Auf SAFE-ADDRESS können Bahncard-Kunden Grube einen Strich durch die Rechnung machen: Mit wenigen Klicks können sie hier der Deutschen Bahn unter anderem verbieten, die Daten für Werbung zu nutzen.

Siehe auch: gulli news

Verkauf von Kundendaten? – bahn.bonus in der Kritik

Pressemitteilung der Bahn

Schnelles Dementi der Bahn zum Datenhandel

Falsches Dementi der Bahn zur Kommerzialisierung von Kundendaten