Schwangere und Säuglinge im Focus von Datenhändlern (I/3)

© Manuel Tennert - Fotolia.com

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Teil II: Kinder im Focus von Datenhändlern (II/3)

Ein neuer Erdenbürger kündigt sich an! Was für eine schöne Nachricht für Eltern, Familie und Freunde – und für die Wirtschaft. Allein der Markt für Baby- und Kinderausstattung beläuft sich jährlich auf 6,3 Mrd Euro. Und je früher die Markenbildung bei Kindern und Eltern einsetzt, desto größer ist das Potenzial für die Unternehmen. Anlass genug für Datenhändler, bereits Schwangere ins Visier zu nehmen sowie die Neugeborenen und Kinder nicht mehr aus den Augen zu lassen.

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Armut als Geschäftsmodell: Datenhandel mit den Adresslisten der Armen

Benjamin Thorn  / pixelio.de

Benjamin Thorn / pixelio.de

Das Wissen darüber, welche Verbraucher arm sind und welche nicht, ist für Unternehmen Gold wert: Sie können ihr Risiko von Zahlungsausfällen minimieren oder armen Verbrauchern gezielt Billigware anbieten und so bessere Geschäfte machen. Bestellen können Unternehmen das Wissen über geringe Einkünfte bei Datenhändlern, die umfangreiche Datenbanken mit Adressen von Armen im Angebot haben. Die Eingruppierung von Menschen in die entsprechenden Adressverzeichnisse über Armen bringt für die Betroffenen in der Regel empfindliche Einschränkungen mit sich. …weiterlesen…

Obamas Sieg – Datenbanken und Algorithmen haben Regie geführt

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Nicht politisches Verständnis und kommunikatives Genie haben Barack Obama zum Sieg verholfen, sondern schlichte Mathematik. Davon sind Experten überzeugt. Das Wahlkampfteam von Barack Obama hat gigantische Datenbanken aufgebaut, hinzugekauft und mit ausgeklügelten Algorithmen verknüpft und ausgewertet. Nach diesen Auswertungen wurde festgelegt, welcher Wähler zu welchem Zeitpunkt welche Inhalte per E-Mail oder SMS bekam. Sie entschieden darüber, wo und wann Barack Obama, seine Frau Michelle oder Vizepräsident Joe Biden eine Wahlkampfrede hielten oder Spenden einwarben.

Die besseren Wählerdatenbanken und die clevereren Statistiker waren DER Schlüsselfaktor für den Wahlsieg von Barack Obama.

Im diesjährigen Wahlkampf erreichte die Datenanalyse dabei eine neue Dimension.

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TELE2 – Datenverkäufer vorgestellt

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Der Telekommunikationsanbieter Tele2 bietet auf Basis des im Bundesdatenschutzgesetz verankerten Listenprivilegs 850.000 Privatadressen seiner Kunden auf dem Markt für Adress- und Profildaten an. Das Unternehmen arbeitet dazu mit AZ Direkt, einem der Marktführer in diesem Marktsegment, zusammen.

Im Angebotsblatt für die Liste mit Adress- und Profildaten ist zu lesen (abgerufen im Oktober 2012): …weiterlesen…

GFK, Telefonica (O2) und die Schnittstellen zum Datenhandel

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Die GfK, die Gesellschaft für Konsumgüterforschung, hilft der Telefonica bei Aufbereitung und Vermarktung von Nutzerprofilen. Das wurde gestern (31.10.2012) in breiterer Öffentlichkeit bekannt. Ein Grund für uns, diese Zusammenarbeit unter die Lupe zu nehmen und in die Strukturen des Datenhandels einzuordnen.

Die GfK gehört zu den weltweit größten Marktforschungsunternehmen. Sie liefert Politik, Unternehmen und speziell auch Datenhändlern Informationen über:

  • Entscheidungsfindung und Tätigkeiten von Verbrauchern,
  • Verhalten und Einstellungen von Verbrauchern und
  • Medienkonsum, wie Menschen die Welt wahrnehmen und erfahren.

Die Zusammenarbeit der GfK mit der Deutschen Post Direkt zeigt Strukturen im Datenhandel im Bereich Finanzdienstleistungen auf.

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Telefónica macht Daten zur Ware

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Rund 300 Millionen Kunden hat der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica weltweit. Das ergibt 300 Millionen Kundenprofile, Milliarden von Verbindungsdaten, zig Millionen Bewegungsprofile von Handytelefonierern. Das Unternehmen sitzt auf einer gigantischen Datenmenge, kontinuierlich wird diese größer – Stichwort Big Data. Jetzt will das Unternehmen damit Geld verdienen und Paketweise an Geschäftskunden verkaufen. Die Daten sollen dabei nach Unternehmensangaben anonymisiert und so gebündelt werden, dass keine Rückschlüsse auf den einzelnen Kunden möglich sind. Eine neue Geschäftseinheit mit Namen „Telefónica Dynamic Insights“ wurde dafür gegründet. Ihr erstes Produkt: Smart Steps. Damit sollen Geschäftskunden und Behörden erfahren, wie viele Menschen – möglicherweise unterteilt nach Altersgruppen, Geschlecht oder anderen Merkmalen – sich wo wie lange aufgehalten haben.

Mit seinen Plänen hat Telefónica, zu der in Deutschland die Mobilfunkmarke O2 und 25 Millionen Kunden gehören, den Nerv von Datenschützern und Verbrauchern getroffen. „Standortdaten sind hochsensibel,

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