Der gläserne Autofahrer: Fahrdaten für günstigere Versicherung

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Telefónica Deutschland will die Fahrdaten von Autos für Versicherungen verfügbar machen: Eine Telematik-Box im Auto soll aufzeichnen, wann ein Auto wie gefahren wird – am Tag oder in der Nacht, eher langsam und defensiv oder flott bis aggressiv, mit zügigem Beschleunigen oder starkem Bremsen oder gelassen und weitsichtig. Auch Geschwindigkeitsüberschreitungen soll das Gerät registrieren. Die gesammelten Daten sollen analysiert und als Punktestand an den Versicherer des Autos übertragen werden. Der Versicherer soll daran das Risikoverhalten des Fahrer einschätzen und damit den passenden Versicherungstarif berechnen.

Nach Angaben von Telefónica haben britische und amerikanische Versicherungsunternehmen festgestellt, dass mit einem derartigen Telematik-System der Schadenaufwand um 30 Prozent sinken kann. Im Idealfall könnte dieser Preisvorteil an den Versicherten weitergegeben werden.

Für die Versicherer wird damit ein Traum wahr: …weiterlesen…

GFK, Telefonica (O2) und die Schnittstellen zum Datenhandel

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Die GfK, die Gesellschaft für Konsumgüterforschung, hilft der Telefonica bei Aufbereitung und Vermarktung von Nutzerprofilen. Das wurde gestern (31.10.2012) in breiterer Öffentlichkeit bekannt. Ein Grund für uns, diese Zusammenarbeit unter die Lupe zu nehmen und in die Strukturen des Datenhandels einzuordnen.

Die GfK gehört zu den weltweit größten Marktforschungsunternehmen. Sie liefert Politik, Unternehmen und speziell auch Datenhändlern Informationen über:

  • Entscheidungsfindung und Tätigkeiten von Verbrauchern,
  • Verhalten und Einstellungen von Verbrauchern und
  • Medienkonsum, wie Menschen die Welt wahrnehmen und erfahren.

Die Zusammenarbeit der GfK mit der Deutschen Post Direkt zeigt Strukturen im Datenhandel im Bereich Finanzdienstleistungen auf.

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Telefónica macht Daten zur Ware

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Rund 300 Millionen Kunden hat der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica weltweit. Das ergibt 300 Millionen Kundenprofile, Milliarden von Verbindungsdaten, zig Millionen Bewegungsprofile von Handytelefonierern. Das Unternehmen sitzt auf einer gigantischen Datenmenge, kontinuierlich wird diese größer – Stichwort Big Data. Jetzt will das Unternehmen damit Geld verdienen und Paketweise an Geschäftskunden verkaufen. Die Daten sollen dabei nach Unternehmensangaben anonymisiert und so gebündelt werden, dass keine Rückschlüsse auf den einzelnen Kunden möglich sind. Eine neue Geschäftseinheit mit Namen „Telefónica Dynamic Insights“ wurde dafür gegründet. Ihr erstes Produkt: Smart Steps. Damit sollen Geschäftskunden und Behörden erfahren, wie viele Menschen – möglicherweise unterteilt nach Altersgruppen, Geschlecht oder anderen Merkmalen – sich wo wie lange aufgehalten haben.

Mit seinen Plänen hat Telefónica, zu der in Deutschland die Mobilfunkmarke O2 und 25 Millionen Kunden gehören, den Nerv von Datenschützern und Verbrauchern getroffen. „Standortdaten sind hochsensibel,

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