Der gläserne Autofahrer: Fahrdaten für günstigere Versicherung

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Telefónica Deutschland will die Fahrdaten von Autos für Versicherungen verfügbar machen: Eine Telematik-Box im Auto soll aufzeichnen, wann ein Auto wie gefahren wird – am Tag oder in der Nacht, eher langsam und defensiv oder flott bis aggressiv, mit zügigem Beschleunigen oder starkem Bremsen oder gelassen und weitsichtig. Auch Geschwindigkeitsüberschreitungen soll das Gerät registrieren. Die gesammelten Daten sollen analysiert und als Punktestand an den Versicherer des Autos übertragen werden. Der Versicherer soll daran das Risikoverhalten des Fahrer einschätzen und damit den passenden Versicherungstarif berechnen.

Nach Angaben von Telefónica haben britische und amerikanische Versicherungsunternehmen festgestellt, dass mit einem derartigen Telematik-System der Schadenaufwand um 30 Prozent sinken kann. Im Idealfall könnte dieser Preisvorteil an den Versicherten weitergegeben werden.

Für die Versicherer wird damit ein Traum wahr: …weiterlesen…

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++++ Eilmeldung++++Deutsche Post Adress bekommt Big Brother Award

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Foto: Thorsten Möller

Die Deutsche Post Adress hat heute den in Bielefeld den vom Verein digitalcourage verliehen Preis Big Brother Award für den Handel mit Verbraucherdaten, besonders Umzugsdaten, erhalten.

„Die BigBrotherAwards Deutschland wurden ins Leben gerufen, um die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und Datenschutz zu fördern – sie sollen missbräuchlichen Umgang mit Technik und Informationen zeigen.“ (Quelle: Webseite Big Broth Award)

Über die Plattform SAFE-ADDRESS können Sie anfragen, welche Daten das Unternehmen über Sie gespeichert hat und/ oder diese Daten löschen lassen.

Auf unserem Blog haben wir zu dem Thema bereits darüber geschrieben

Schwangere und Säuglinge im Focus von Datenhändlern (I/3)

© Manuel Tennert - Fotolia.com

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Teil II: Kinder im Focus von Datenhändlern (II/3)

Ein neuer Erdenbürger kündigt sich an! Was für eine schöne Nachricht für Eltern, Familie und Freunde – und für die Wirtschaft. Allein der Markt für Baby- und Kinderausstattung beläuft sich jährlich auf 6,3 Mrd Euro. Und je früher die Markenbildung bei Kindern und Eltern einsetzt, desto größer ist das Potenzial für die Unternehmen. Anlass genug für Datenhändler, bereits Schwangere ins Visier zu nehmen sowie die Neugeborenen und Kinder nicht mehr aus den Augen zu lassen.

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Armut als Geschäftsmodell: Datenhandel mit den Adresslisten der Armen

Benjamin Thorn  / pixelio.de

Benjamin Thorn / pixelio.de

Das Wissen darüber, welche Verbraucher arm sind und welche nicht, ist für Unternehmen Gold wert: Sie können ihr Risiko von Zahlungsausfällen minimieren oder armen Verbrauchern gezielt Billigware anbieten und so bessere Geschäfte machen. Bestellen können Unternehmen das Wissen über geringe Einkünfte bei Datenhändlern, die umfangreiche Datenbanken mit Adressen von Armen im Angebot haben. Die Eingruppierung von Menschen in die entsprechenden Adressverzeichnisse über Armen bringt für die Betroffenen in der Regel empfindliche Einschränkungen mit sich. …weiterlesen…

Neckermann – Kundendaten auf dem Grabbeltisch

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Durch die Insolvenz von Neckermann sind die Kundendaten auf dem Grabbeltisch des Insolvenzverwalters gelandet. Im November hat sich der Versandhändler OTTO im Bieterwettkampf gegen andere Unternehmen durchgesetzt und sich den Zugriff auf die Nutzerdaten gesichert. Wie schon beim Verkauf von Kundendaten durch Air Berlin werden auch hier Schulden des Unternehmens mit den Nutzerprofilen bezahlt. Die Privatsphäre der Kunden kommt unter den Hammer und wird an den Meistbietenden versteigert. Selbstverständlich werden dabei die gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz eingehalten. Doch am Ergebnis ändert das nichts für den Verbraucher: Seine Daten gelangen in die Verfügung eines Unternehmen, mit er möglicherweise nie zu tun hatte.

Mit diesem Deal erhält OTTO Zugang zu einer der größten …weiterlesen…

Obamas Sieg – Datenbanken und Algorithmen haben Regie geführt

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Nicht politisches Verständnis und kommunikatives Genie haben Barack Obama zum Sieg verholfen, sondern schlichte Mathematik. Davon sind Experten überzeugt. Das Wahlkampfteam von Barack Obama hat gigantische Datenbanken aufgebaut, hinzugekauft und mit ausgeklügelten Algorithmen verknüpft und ausgewertet. Nach diesen Auswertungen wurde festgelegt, welcher Wähler zu welchem Zeitpunkt welche Inhalte per E-Mail oder SMS bekam. Sie entschieden darüber, wo und wann Barack Obama, seine Frau Michelle oder Vizepräsident Joe Biden eine Wahlkampfrede hielten oder Spenden einwarben.

Die besseren Wählerdatenbanken und die clevereren Statistiker waren DER Schlüsselfaktor für den Wahlsieg von Barack Obama.

Im diesjährigen Wahlkampf erreichte die Datenanalyse dabei eine neue Dimension.

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