ebay will mehr Wert aus Kundendaten schöpfen

Eigentlich stehen Auktionen und Handel im Zentrum von ebays Tätigkeit. Doch jetzt scheint die weltgrößte Auktionsplattform der Versuchung zu erliegen, mehr Geld aus seiner gigantischen Sammlung von Kundendaten holen zu wollen. Auf der Programmatic I/O-Konferenz, einem Fachkongress für digitales Marketing in San Francisco, kündigte laut einem Bericht der AdWeek das Unternehmen an, Kundendaten stärker zu vermarkten. „Wir wollen unsere Möglichkeiten, Käufer zu erreichen, zugunsten anderer Verkäufer kommzerialisieren“, sagte Stephen Howard-Sarin, bei ebay Leiter des Bereichs Anzeigen und Werbung in Nordamerika. Diese Öffnung sei eine Neuheit für dieses Jahr.

Bislang nutzt ebay seine Kundendaten nur zur Personalisierung von Angeboten der Verkäufer auf der ebay-Plattform. Das würde sich nach der Ankündigung von Howard-Sarin ändern. Demnächst sollen auch Unternehmen auf der ebay-Webseite Werbeplätze kaufen, die selbst nicht über ebay verkaufen.

Für ebay könnte sich das rechnen: Ein Werbeplatz im passenden Umfeld kann ordentlich Kohle bringen, wie man am Beispiel von Google sehen kann. Das passende Umfeld kann aus der Kaufhistorie der ebay-Nutzer ermittelt werden, sodass beispielsweise ein Interessent oder Käufer eines Smartphones passende Telefontarife angeboten bekommt.

Ob der Kunde davon auch profitiert, wird sich zeigen. Nach Aussage von Howard-Sarin soll er zumindest nicht seine Anonymität gegenüber Werbetreibenden verlieren. Namen sollen nicht bekanntgegeben werden. Doch mit der Personalisierung gelingt den Werbenden der immer genauere Blick auf immer kleinere Kundenkreise.

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Falsches Dementi der Bahn zur Kommerzialisierung von Kundendaten

Die Deutsche Bahn widerspricht in einer Pressemitteilung der Berichterstattung von Spiegel Online, derzufolge sie die Kommerzialisierung von Kundendaten plane. Bei der Bahn heißt es unter anderem:
„Die Deutsche Bahn weist die Berichterstattung von Spiegel Online vom Sonntag entschieden zurück, wonach es Pläne zur Weitergabe von Kundendaten an Dritte gäbe. Die Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage. Die DB gibt bislang keinerlei Kundendaten zu Marketingzwecken an Dritte weiter und plant dies auch künftig nicht. Das Kundenbindungsprogramm bahn.bonus entspricht in jeglicher Hinsicht dem Bundesdatenschutzgesetz …“
Doch das Dementi geht an der Berichterstattung von Spiegel Online vorbei. Da hätte die Pressestelle der Bahn den Artikel genauer lesen sollen. Die Redaktion behauptet in ihrem Artikel nicht, dass die Deutsche Bahn die Daten weitergibt, sondern dass sie die Kundendaten für personalisierte Werbung nutzen will. Diese Vorgehensweise bestätigt die Bahn in ihrem seltsamen Dementi. Wenn sie die Kundendaten beispielsweise auf der eigenen Webseite zur Personalisierung von Werbung nutzt, braucht sie die Kundendaten nicht weiterzugeben – kann aber trotzdem mit höheren Werbeerlösen rechnen.
Dass dies in jeglicher Hinsicht dem Bundesdatenschutzgesetz entspricht, ist zunächst eine Behauptung. Laut Spiegel Online prüft der zuständige Landesdatenschutzbeauftragte erst noch, ob das auch korrekt ist.
Bahn-Kunden auf jeden Fall sehr einfach für Klarheit sorgen: Auf SAFE-ADDRESS können sie mit wenigen Klicks der Deutschen Bahn unter anderem verbieten, die Daten für Werbung zu nutzen.

siehe auch: netzpolitik.org Schnelles Dementi der Bahn zum Datenhandel

Verkauf von Kundendaten? – bahn.bonus in der Kritik

Bahn dementiert Bericht über Datenhandel-Pläne

Deutsche Bahn und die Reiseprofile – Kein Verkauf aber Vermarktung! – Malte Spitz Blog

golem: VIELFAHRER Deutsche Bahn will Daten der Reisenden vermarkten

+++ AKTUELL ++++ Bitte nicht einsteigen – Widerspruch – Bahn will Reisedaten ihrer Kunden verkaufen

Bahn fährt auf Kundendaten ab

Die Deutsche Bahn will Profit aus den Daten von Bahncard-Kunden schlagen: Einer Meldung von Spiegel Online zufolge will der Konzern in Staatsbesitz die Fahrtinformationen der Kunden vermarken, die als Bahncard-Inhaber auch das Bahn-Bonus-Programm nutzen. Die Deutsche Bahn will demnach die Daten zu personalisierter Werbung von Geschäftspartnern wie Banken, Versicherungen und Fast-Food-Ketten nutzen, was in der Regel zu höheren Werbeeinnahmen führt. Nötig hat die Bahn das Geld nicht. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Bahn im vergangenen Jahr mit 2,7 Milliarden Euro rund 400 Millionen Euro mehr verdient hat als im Vorjahr.
Auf Spiegel Online kritisiert der für die Bahn zuständige Landesdatenschutzbeauftragte von Berlin, Alexander Dix, den Konzern: „Hier scheint die Bahn ihre Interessen über die schutzwürdigen Interessen ihrer Kunden zu stellen.“ Das Interesse der Bahn an der Gewinnmaximierung scheint jedenfalls schwerer zu wiegen als der Datenschutz für die eigenen Kunden.



Auf SAFE-ADDRESS können Bahncard-Kunden Grube einen Strich durch die Rechnung machen: Mit wenigen Klicks können sie hier der Deutschen Bahn unter anderem verbieten, die Daten für Werbung zu nutzen.

Siehe auch: gulli news

Verkauf von Kundendaten? – bahn.bonus in der Kritik

Pressemitteilung der Bahn

Schnelles Dementi der Bahn zum Datenhandel

Falsches Dementi der Bahn zur Kommerzialisierung von Kundendaten

SAFE-ADDRESS vereinfacht Kontrolle und Steuerung personenbezogener Daten

SAFE ADDRESS Schloss RGBGemeinsame Pressemitteilung der Genossenschaft zur Wahrung von Nutzerinteressen eG in Gründung und der internetPost AG zu SAFE-ADDRESS zum Relaunch von SAFE-ADDRESS: Datenschutz und Opt-in leicht gemacht

Über das Portal SAFE-ADDRESS, www.safe-address.de, können Verbraucher mit wenigen Klicks ihre Rechte aus dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) durchsetzen. Sie erhalten damit ein einfaches Werkzeug, mit dem sie leicht die Kontrolle ihrer personenbezogenen Daten zurückgewinnen können. Unternehmen bietet sich über SAFE-ADDRESS die Möglichkeit, den Aufwand für Antworten auf Anfragen nach BDSG zu verringern und Opt-ins für ihre Kommunikation verbraucherfreundlich und sicher zu verwalten.

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Preisvergleichsportale – Zweitvermarktung von Nutzerdaten im Adresshandel

© JiSIGN - Fotolia.com

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Die Rahmenbedingungen für den Datenhandel sind in Deutschland im Bundesdatenschutzgesetz geregelt. Und die meisten Unternehmen halten sich an die Regeln. Das nehmen wir zumindest an. Doch immer wieder fallen einzelne auf, weil sie sich scheinbar Recht und Gesetz nicht unterwerfen wollen. So erhebt etwa der sächsische Landesdatenschutzbeauftragte schwere Vorwürfe gegen die Unister-Unternehmensgruppe. Parallel berichten Medien immer wieder über neue Vorwürfe wie Steuerhinterziehung, gefälschte Preise und illegalen Adresshandel. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Für uns Anlass, das Unternehmen näher zu betrachten.

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Verlage wollen Entwurf zu EU-Datenschutzregelungen verwässern

Nach Recherchen von netzpolitik.org intensivieren Verlage ihre Lobbyarbeit in Brüssel in Sachen Datenschutzgrundverordnung. Sie wollen die Regelungen soweit verwässern, dass Verlage auch zukünftig die Daten ihrer Kunden verkaufen können. In Deutschland ist ihnen solch ein Datenschutz-Coup zuletzt 2009 gelungen. Quasi in letzter Minute wurde das bereits gestrichene verbraucherfeindliche Listenprivileg wieder in den Gesetzentwurf zum Bundesdatenschutzgesetz aufgenommen und dann verabschiedet.

Verlage haben sich in den letzten 20 Jahren zu den großen Verkäufern von Verbraucherdaten entwickelt. Sie schöpfen dazu aus einer bisher nicht versiegenden Quelle, ihren umfassenden Kundendatenbanken. Der Datenhandel wird in aller Stille, von den Betroffenen und der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, abgewickelt. Eine Information an die betroffenen Verbaucher oder gar deren Zustimmung ist nicht vorgesehen.

Bislang beschäftigt sich die Diskussion um Datenschutz zu einem großen Teil mit sozialen Netzwerke; die Verlage sind bislang kaum in den Fokus geraten. Aus unserer Sicht zu Unrecht. Anders als die oft pseudonymen und unsicheren Daten aus sozialen Netzwerken verfügen Verlage über die Klarnamen, die postalischen Adressen und präzise Einkaufsprofile sowie Finanzdaten ihrer Kunden und verkaufen diese auf dem Markt für Kundendaten.

Manch Leser mag an dieser Stelle anmerken: Was ist schon problematisch daran, wenn meine Adresse verkauft wird?

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Neue Version des Portals SAFE-ADDRESS ist Online

SAFE ADDRESS Schloss RGB

Einfach, verständlich und übersichtlich – das sind die Kriterien, nach denen wir das Internetportal SAFE-ADDRESS überarbeitet haben. Das Portal orientiert sich an den bekannten Abläufen aus dem Onlineshopping. Sie können jetzt alle Funktionen auswählen und alle Aufträge wie in einem Warenkorb sammeln, ohne sich anmelden zu müssen. Erst wenn Sie die Aufträge auch wirklich abgeben wollen, müssen Sie sich anmelden – ähnlich wie beim Weg zu Kasse im Online-Shop, allerdings mit einem grundlegenden Unterschied: Bei SAFE-ADDRESS brauchen Sie nichts bezahlen. SAFE-ADDRESS erledigt Ihre Aufträge für Sie kostenlos.

Zwischen folgenden Optionen können Sie wählen:

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