Bingo! Financial Times – 42.000 Kundendaten verkauft

Poker um FTD Kundendaten

Quelle: Thomas Siepmann / pixelio.de

Nach dem Aus für die Financial Times Deutschland (FTD) haben die Firmenbestatter nicht lange gefackelt und die Daten der Abonnenten an das Handelsblatt verkauft. Nach Informationen der Deutschen Wirtschafts-Nachrichten zahlt das Handelsblatt für die Daten von 42.000 aktiven Abonnenten einen mittleren einstelligen Millionenbetrag, also um die 5.000.000 Mio Euro. Frei nach dem Motto „Eben wurde der Abonnent noch gebraucht, morgen ist er schon verkauft.“, haben die Daten ihren Besitzer gewechselt. Beruhigend ist immerhin, dass bei der FTD die Kundendaten noch nicht wie im Fall von Neckermann bei einem amerikanischen Investor als Pfand hinterlegt waren.

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DIE ZEIT – Datenverkäufer vorgestellt

© detailblick – Fotolia.com

Zirka 60 Prozent der Haushalte haben eine oder mehrere Zeitungen abonniert. Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Zeitschriften, regional oder überregional – aus den Abonnements lässt sich leicht auf die Persönlichkeit der Leser schließen. Zeitungsverlage haben dadurch Kenntnis von deren Lebenseinstellung, Intessengebieten, aktuelle Adresse, Alter … Der Handel mit diesen Kundendaten ist fester Bestandteil im Verlagswesen. SAFE ADDRESS stellt Verlage vor, die ihre Kundendaten auf dem Adressmarkt verkaufen – heute DIE ZEIT:

Die Wochenzeitung DIE ZEIT Portal SAFE-ADDRESS verkauft auf Basis des im Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) verankerten Listenprivilegs die Daten ihrer Kunden an Dritte. Die Zustimmung der betroffenen Abonnenten oder Shopkunden ist für diesen Verkauf nicht notwendig. Im Angebot sind Adressen und Profildaten von 393.100 aktiven Lesern und ehemaligen Abonnenten sowie 70.600 Shop- und Buchkäufern. Die Kundenprofile werden über AZ Direct, ein Tochterunternehmen der Bertelsmann AG, auf dem Markt für Kundenprofile und Verbraucheradressen angeboten. In dem dazugehörigen Produktverkaufsblatt (S. 100) heißt es wie folgt:

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