Preisvergleichsportale – Zweitvermarktung von Nutzerdaten im Adresshandel

© JiSIGN - Fotolia.com

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Die Rahmenbedingungen für den Datenhandel sind in Deutschland im Bundesdatenschutzgesetz geregelt. Und die meisten Unternehmen halten sich an die Regeln. Das nehmen wir zumindest an. Doch immer wieder fallen einzelne auf, weil sie sich scheinbar Recht und Gesetz nicht unterwerfen wollen. So erhebt etwa der sächsische Landesdatenschutzbeauftragte schwere Vorwürfe gegen die Unister-Unternehmensgruppe. Parallel berichten Medien immer wieder über neue Vorwürfe wie Steuerhinterziehung, gefälschte Preise und illegalen Adresshandel. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Für uns Anlass, das Unternehmen näher zu betrachten.

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Katholische Kirche – weltlicher Datenhandel mit göttlichem Segen? (III)

Teil 1: Kirchenunternehmen machen Profit mit Verkauf von Kundendaten (I)
Teil 2: Datenhandel durch Kirchenunternehmen – regionale Kirchenzeitungen (II)

© Bernd S. - Fotolia.com

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Die römisch-katholische Kirche in Deutschland gehört über ihre Weltbild Verlagsgruppe inzwischen zu den Marktführern beim Handel mit Verbraucherdaten. In dieser Rolle lässt Weltbild die Daten seiner 5 Millionen Kunden exklusiv über das zum Bertelsmann Konzern gehörende Unternehmen AZ Direct vermarkten. Betroffen sind Kundendaten der Marken Weltbild (Buchhandel), Joker (anspruchsvolle Vielleser) und KIDOH (junge Familien). Laut seiner Internetseite wird das Handeln des Weltbild Konzerns von der „Verantwortung gegenüber Kunden, Gesellschaftern, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit“ geprägt. „Christliche Weltanschauung mit den Erfordernissen des Marktes überzeugend in Einklang zu bringen, heißt die tägliche Herausforderung. Die Orientierung an Werten ist Maßstab.“ (Quelle: www.weltbild.com)

Offenbar haben sich hier die wirtschaftlichen Profitinteressen der katholischen Kirche gegen die Verantwortung für die Privatsphäre ihrer Kunden durchgesetzt. Diese Entscheidung haben sich auch einige regionale Kirchenzeitungen als Vorbild genommen, die auf dem gleichen Weg einen regen Datenhandel mit den Profildaten ihrer Leser betreiben.

Die Vorgehensweise ist legal und …weiterlesen…

Datenhandel durch Kirchenunternehmen – regionale Kirchenzeitungen (II)

Teil 1: Kirchenunternehmen machen Profit mit Verkauf von Kundendaten (I)
Teil 3: Katholische Kirche – weltlicher Datenhandel mit göttlichem Segen? (III)

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Im ersten Teil des Artikels „Kirchenunternehmen machen Profit mit Verkauf von Kundendaten (I)“ haben wir allgemein beschrieben, auf welcher Basis kirchliche Unternehmen mit den Daten ihrer Kunden handeln. Nun stellen wir die entsprechenden kirchlichen Unternehmen selbst und ihre Adressangebote vor. Während der Recherchen zu diesem Artikel wurden einige der nachfolgend aufgeführten Angebote durch AZ Direct aus dem dazugehörigen Adresskatalog entfernt. Wir wollen nicht ausschließen, dass dies Reaktion auf unseren ersten Artikel und auf unsere Anfragen beim Kommissariat der deutschen Bischöfe war.

Regionale Kirchenzeitungen

Die Daten der Abonnenten einiger regionaler Kirchenzeitungen werden über Datenhändler verkauft.

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Neckermann – Kundendaten auf dem Grabbeltisch

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Durch die Insolvenz von Neckermann sind die Kundendaten auf dem Grabbeltisch des Insolvenzverwalters gelandet. Im November hat sich der Versandhändler OTTO im Bieterwettkampf gegen andere Unternehmen durchgesetzt und sich den Zugriff auf die Nutzerdaten gesichert. Wie schon beim Verkauf von Kundendaten durch Air Berlin werden auch hier Schulden des Unternehmens mit den Nutzerprofilen bezahlt. Die Privatsphäre der Kunden kommt unter den Hammer und wird an den Meistbietenden versteigert. Selbstverständlich werden dabei die gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz eingehalten. Doch am Ergebnis ändert das nichts für den Verbraucher: Seine Daten gelangen in die Verfügung eines Unternehmen, mit er möglicherweise nie zu tun hatte.

Mit diesem Deal erhält OTTO Zugang zu einer der größten …weiterlesen…