Schweizer Post: Zu einträglicher Datenhandel für schnellen Datenschutz?

Postrecht.eu

Nach einem Bericht der Aargauer Zeitung (Link) verlangt die Schweizerische Post derzeit noch immer 30 Franken extra für Nachsendeaufträge (nach Adressänderungen), wenn Kunden dabei von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen bzw. in einen Adresshandel mit diesen Daten durch die Schweizerische Post nicht einwilligen. Dabei hatte der Schweizer Bundesrat ein Verbot derartiger Zusatzentgelte  beschlossen und in der neuen Postverordnung, die zum 1. Oktober 2012 in Kraft getreten ist, auch umgesetzt. Die Schweizerische Post verlangt das Zusatzentgelt dennoch weiterhin:

Die Post rechtfertigt den Verzug mit «technischen Gründen». «Die Aufhebung der Preisdifferenz innerhalb von vier Wochen ist nicht möglich», sagt Sprecher Mariano Masserini. «Mehrere Applikationen zur Abwicklung der Nachsendeaufträge» müssten «angepasst, getestet und umgesetzt werden».

Besonders bedenklich ist dies, weil die Aressdaten an jedes Unternehmen weitergegeben bzw. weiterverkauft werden dürfen, das eine zutreffende vorherige Anschrift nachweisen kann, laut Zeitungsberichten also auch an „Adresshändler mit zweifelhaftem Ruf“.

Hier sieht es in Deutschland besser…

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